Quicksilver: Bildbearbeitung einfach und schnell.

Vielleicht stehe ich allein damit da, glaube ich aber kaum. Es kommt bei mir regelmäßig vor, dass ich eine größere Menge an Bilddateien konvertieren oder neu skalieren möchte. Nun gibt es bekanntermaßen mehr als einen Weg um dies zu erreichen. Ich möchte aber behaupten, keinen so effizienten wie mit Quicksilver. Welche Einstellungen notwendig und Befehle verfügbar sind, möchte ich nun in diesem Beitrag vorstellen.

Einleitung

Als eine der wenigen Plugins, sind die Image Manipulation Actions tatsächlich rudimentär und doch hilfreich dokumentiert. Diese hilfreichen Informationen findet man übrigens, wenn man sich in der Ansicht Plugins befindet und ein Plugin markiert hat, wenn man auf das kleine i unten rechts klickt.

Der Infotext lautet nun:

Actions to scale and change format of images
use the "scale image" action and give it text in the form: 
"SCALE_INFO [as FORMAT_INFO]" 
SCALE_INFO: "[fit] WIDTH [x HEIGHT]" 
FORMAT_INFO: "JPG/PNG/GIF/TIFF [low/med*/hi*] [prog(ressive)] [inter(laced)]"

Examples: 
"fit 640x480 as jpg high progressive" - creates an image that will fit within a 640x480 rectangle 
"50% as interlaced png" - creates a png with dimensions half of the original" 
"x72 as gif" - makes a gif 72 pixels tall, with width to maintain the proportions

Vorgehensweise

Natürlich ist die Anzahl der Bilder die man mit Quicksilver bearbeiten kann vollkommen frei, die Macht aber ist natürlich bei einer verhältnismäßig großen Anzahl an zu bearbeitenden Dateien offensichtlicher als bei nur einem Bild. Daher möchte ich an dieser Stelle auf meinen Beitrag zum Bearbeiten mehrerer Dateien hinweisen, der wunderbar als Startpunkt der Bildbearbeitung dienen kann.

Wenn man tatsächlich nur ein Bild bearbeiten möchte, kann man Quicksilver auch ganz normal über ctrl + Leertaste aktivieren und anschließend nach der Datei suchen.

Wenn wir nun ein oder mehrere Dateien in Quicksilver aktiv haben, sieht das vermutlich folgendermaßen aus. Im übrigen zeigt Quicksilver bei der Auswahl nur einer Datei sogar ein Thumbnail an, bei mehreren passt dieses Feature natürlich nicht mehr in das verhältnismäßig kleine Fenster von Quicksilver.

Als Aktion tippen wir nun Scale Image ein und es öffnet sich ein weiteres Fenster um nun die konkreten Befehle entgegenzunehmen.

Grundsätzlich gilt folgende Syntax

SCALE_INFO [as FORMAT_INFO] wobei eckige Klammern Zusatzoptionen anzeigen, die nur bei Bedarf angegeben werden müssen.

SCALE_INFO: »[fit] WIDTH [x HEIGHT]«

Gibt man die Pixel der längsten Seite der gewünschten Größe an, wird das Bild wird proportional skaliert. Möchte man bei hochformatigen Bildern eine bestimmte Breite erzielen, würde Quicksilver bei Eingabe eines Pixelwerts die Höhe als Maßstab nehmen. Möchte man dies vermeiden gibt man die Breite gefolgt von einem x »500x« ein. Bei einer festen Höhe lautet die Eingabe entsprechend »x500«. Alternativ kann man auch Prozentwerte »50%« eingeben, um die Größe der Bilder relativ zu verändern.

Die Eingabe von »fit« führt dazu, das das Bild auch bei einer Eingabe von zwei Werten eingepasst, aber nicht verzerrt wird. Wird »fit« nicht eingegeben, wird das Bild bei der Eingabe von zwei Werten die nicht im selben Verhältnis stehen wie das Original, verzerrt.

FORMAT_INFO: »jpg/png/gif/tiff [low/med*/hi*] [prog(ressive)] [inter(laced)]«

Auf die Eingaben zu SCALE_INFO folgend werden nun optional noch das Dateiformat und spezifische Qualitätseinstellungen erwartet und mit »as« eingeleitet. Zwischen Dateiformat und Angaben zur Qualität stehen nur Leerzeichen.

Nach eigenen Tests ergeben die Komprimierungseinstellungen die Werte high: 88%, med: 47%, low:22% und scheinen nur für JPG anwendbar zu sein. Eine exakte Eingabe des Komprimierungsgrades ist leider ebenfalls nicht möglich.

Save Image in Format…

Möchte man das Bild oder die Bilder einfach nur in ein anderes Format konvertieren muss man nicht über den Umweg Scale Image gehen, da dieses auch immer Angaben zur Skalierung erwartet (die man theoretisch über die Eingabe von 100% ignorieren könnte), sondern gibt gleich Save Image in Format… ein und fährt dann mit den Einstellungen zu Format und Qualität fort.

Zu den Angaben »prograssive« (zu JPG) und »interlaced« (zu GIF und PNG) möchte ich auf Wikipedia verweisen. Kurz gesagt handelt es sich hierbei um Einstellungen die es beispielsweise einem Browser ermöglichen das Bild schon anzuzeigen bevor es vollständig geladen wurde und schrittweise zu verfeinern beziehunsweise Reihenweise aufzubauen, in Zeiten von schnellen Internetverbindungen eine nur noch recht selten eingesetzte Methode.

Nach erfolgtem drücken von werden alle ausgewählten Bilder nacheinander bearbeitet und im selben Ordner wie die Ursprungsdateien mit fortlaufender Nummer abgelegt. Ruft man nun erneut Quicksilver auf, sind die neuen Bilder zur weiteren Verwendung in der Auswahl.